Die Meldung, dass Windows 11 schneller die Marke von einer Milliarde Nutzer:innen erreicht hat als Vorgänger Windows 10, ist angesichts der aktuellen Probleme etwas untergegangen. Schlagzeilen machen derzeit vor allem die Pannen beim Januar-Update.
Windows 11: Microsoft will Probleme angehen
Un die sind nach Fehlern bei der KI-Integration („Microslop“), Performance-Problemen oder dem aggressiven Marketing für neue Produkte nur der Tropfen, der in puncto Nutzer:innen-Zufriedenheit das Fass zum Überlaufen bringt. Die Unmutsäußerungen dürften zuletzt so laut geworden zu sein, dass Microsoft gegensteuern muss.
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Wie The Verge unter Berufung auf Insider:innen bei dem Softwarekonzern berichtet, habe Microsoft eigens Windows-Programmierer:innen dazu eingeteilt, in den kommenden Monaten die wichtigsten Fehler bei Windows 11 zu beseitigen. Performance-Probleme sollen sofort angegangen werden.
Windows im Sinne der Menschen verbessern
Überhaupt stelle Microsoft seine Anstrengungen für das Jahr 2026 ganz in den Dienst der Optimierung von Windows 11 – und wolle dabei auf die Sorgen und Beschwerden der Community eingehen. Windows-Chef Pavan Davuluri erklärte dazu gegenüber The Verge: „Wir müssen Windows auf eine Weise verbessern, die für die Menschen sinnvoll ist“.
Einige dieser Verbesserungen sollen grundlegende Probleme betreffen, etwa den Dunkelmodus in Windows 11. Auch sollen Bereiche modernisiert werden, die Microsoft in den vergangenen Jahren vernachlässigt hat. Im Fokus ist wohl auch der Datei-Explorer, der mit Performance-Problemen auf sich aufmerksam gemacht hat.
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Updates als zusätzliche Fehlerquelle
Ebenfalls ein wunder Punkt für Windows-Nutzer:innen: Linux soll Windows-Games in vielen Fällen besser ausführen können als Windows selbst. Auch ärgerlich: Einige der Updates, mit denen Microsoft eigentlich Fehler ausbügeln wollte, verschlimmerten die Probleme nur noch. Das zeigte sich zuletzt beim Januar-Update, das unter anderem dafür sorgte, dass einige PCs sich nicht mehr starten ließen.
Was viele aber mindestens ebenso ärgert, sind die aggressiven Methoden, Windows-11-Nutzer:innen zur Verwendung von Microsoft-Produkten wie Edge oder Bing zu drängen – auch gegen den eigentlichen Willen der Nutzer:innen. Auch der Cloudspeicher Onedrive wurde mit ständigen Werbeeinblendungen beworben.
Microslop: Microsoft verschludert KI-Integration
Zuvor war das Vertrauen der Nutzer:innen in Microsoft und Windows 11 schon durch die hohen Hardware-Anforderungen und die umstrittene Recall-Funktion untergraben worden. Die teils misslungene KI-Integration, die Microsoft die Bezeichnung „Microslop“ eingebracht hat, sowie die Copilot-Schwemme in jedem Bereich des Betriebssystems dürfte Nutzer:innen kaum zurückgewinnen helfen.
Ob die angekündigte Qualitätsoffensive den Wechseln von Windows-Nutzer:innen zu Alternativen wie Linux aufhalten kann? Microsoft scheint es jedenfalls versuchen zu wollen. „Vertrauen muss man sich erst verdienen – und wir sind bestrebt, es gemeinsam mit der Windows-Community zurückzugewinnen“, so Windows-Chef Davuluri.


