Diese Bugatti-Einzelstück trägt eine luxuriöse Audemars Piguet im Cockpit

Bugatti F.K.P. Hommage: Wenn eine Audemars Piguet zur wichtigsten Anzeige im Auto wird.

Der F.K.P. Hommage ist kein Serienmodell, sondern ein Einzelstück aus Bugattis exklusivem Programm Solitaire. Entwickelt wurde das Fahrzeug als Würdigung des Bugatti Veyron, der 2005 eine neue Ära im Automobilbau einläutete sowie seines geistigen Vaters Prof. Dr. Ferdinand Karl Piëch. Der Innenraum des Wagen überrascht mit einem echten Coup von Audemars Piguet.

Uhren, Slim d'Hermès squelette lune

Der Bugatti F.K.P. Hommage

Technisch basiert der offene Zweisitzer auf der Plattform des Bugatti Mistral, greift aber bewusst Proportionen und Linien des ursprünglichen Veyron auf, etwa durch die flachere Fensterlinie. Unter der Karosserie arbeitet der finale Ausbaustand des legendären W16-Motors mit 1.600 PS – bekannt aus dem Chiron Super Sport.

UhrenVeyron F.K.P. Hommage Bugatti

Veyron und F.K.P. Hommage im direkten Vergleich: links die Legende von 2005, rechts ihre moderne Interpretation zum 20-jährigen Jubiläum.

Stephan Bauer

Die Audemars Piguet im Armaturenbrett funktioniert ohne Strom

Das heimliche Highlight des Autos befindet sich jedoch im Innenraum, zentral im Cockpit: Bugatti hat erstmals eine speziell angefertigte Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon als mechanische Dash-Clock im Armaturenbrett integriert. Mit einem Durchmesser von 41 Millimetern erinnert sie formal an die klassische Royal Oak, ist von der Konstruktion her aber vollständig auf den Einsatz im Fahrzeug ausgelegt.

Uhren Bugatti F.K.P. Hommage Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon

Im Mittelpunkt des Cockpits sitzt die mechanische Royal Oak Tourbillon von Audemars Piguet: Das rauchig rote Zifferblatt greift die Lackierung des Fahrzeugs auf.

Stephan Bauer

Während die Uhr mit rauchig rotem Zifferblatt, skelettiertem Automatik-Kaliber und fliegendem Tourbillon optisch an eine normale Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon erinnert, besitzt diese kein Armband und keinen klassischen Gehäuseboden. Damit ist sie nicht dafür gedacht, jemals als Armbanduhr getragen zu werden. Das Gehäuse der Uhr fällt insgesamt deutlich massiver aus als bei einer klassischen Royal Oak.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Energieversorgung: Statt Strom, wie bei einer Anzeige im Armaturenbrett üblich, nutzt die Uhr ein eigens entwickeltes mechanisches Gondelsystem. Dieses rotiert mehrmals pro Stunde diagonal und spannt so das automatische Kaliber – allein durch Bewegung, ohne elektrische Verbindung. Die Uhr ist in eine aus massivem Aluminium gefräste Mittelkonsole eingelassen, deren guillochierte Oberfläche an die Motorkomponenten historischer Bugatti-Rennwagen erinnert. So wird sie zur Haute-Horlogerie-Skulptur im Innenraum. Zwar handelt es sich hier um echte Uhrmacherkunst von Audemars Piguet, die jedoch dauerhaft mit dem Bugatti verbunden und nur im Zusammenspiel mit dem Auto vollständig verständlich ist.

Uhren Bugatti F.K.P. Hommage Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon

Der Innenraum des F.K.P. Hommage verbindet massiv gefrästes Aluminium, maßgeschneiderte Materialien und die Uhr als zentrales Gestaltungselement.

Stephan Bauer

Rund um die Uhr hat Bugatti den Innenraum übrigens konsequent neu gestaltet. Statt klassischem Leder kommen sogenannte “Car Couture”-Stoffe zum Einsatz, exklusiv in Paris gewebt. Ein kreisrundes Lenkrad mit klarer – fast bauhausartiger – Geometrie sowie weitere aus Vollaluminium gefertigte Elemente schlagen die Brücke zwischen technischer Präzision und gestalterischer Zurückhaltung. Die Uhr ist dabei kein dekoratives Beiwerk, sondern der visuelle und konzeptionelle Mittelpunkt des Cockpits.

Preis und Verfügbarkeit

Der Bugatti F.K.P. Hommage ist ein Einzelstück, das für einen privaten Sammler realisiert wurde. Der Preis liegt übereinstimmenden Branchen-Berichten zufolge bei etwa zehn Millionen Euro, wobei allein die integrierte Audemars Piguet auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt wird. Eine Stirnauflage der Kombination ist nicht vorgesehen, wie es scheint.

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