Die Modewelt trauert um einen weiteren ihrer großen Namen. Valentino Garavani, einer der legendären Protagonisten der italienischen und internationalen Mode, ist im Alter von 93 Jahren verstorben.
Valentino Garavani wurde am 11. Mai 1932 in der italienischen Kleinstadt Voghera geboren. Er führte ein langes, erfolgreiches Leben mit Stationen in Paris, im Rom des Dolce Vita und in New York. Valentino Garavani erlangte mit seinen Modedesigns weltweiten Ruhm. Zu einer Zeit, als es den Begriff „Berühmtheit” noch nicht gab, wollte jeder seine Entwürfe tragen, die sich durch das für ihn typische Rot auszeichneten – er war der Vorreiter, der eine Farbe zu seinem Markenzeichen machte.

PA Images

Bettmann
In Paris arbeitete er mit Jean Dessès und Guy Laroche, in Rom mit Emilio Schuberth und im Atelier von Vincenzo Ferdinandi, bis er 1957 sein eigenes Haus gründete. Die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Giancarlo Giammetti markiert einen weiteren Wendepunkt in der Karriere des Designers, der zwei Jahre später seine erste Boutique in Rom eröffnet. Es ist unmöglich, Garavanis Leben und seine beruflichen Erfolge in einem einzigen Artikel zusammenzufassen: Es genügt zu sagen, dass mit ihm der letzte Vertreter einer Dynastie großer italienischer Modeschöpfer von uns gegangen ist, die heute teilweise in all jenen Designern weiterlebt, die eine Phase ihrer Karriere mit Valentino geteilt haben. Seit 2007, dem Jahr, in dem er beschloss, sich von der Modeszene zurückzuziehen und die Leitung der Marke Alessandra Facchinetti zu überlassen, hat die Bedeutung seines Werks die Marke, die seinen Namen trägt, auch in den folgenden Jahren geprägt.

Pascal CHEVALLIER

Gianni GIANSANTI
Wer auch immer die Zügel in die Hand nahm, sah sich mit einem nun scheinbar weit entfernten kreativen Universum konfrontiert, in dem die Kreationen von Valentino Garavani Gestalt annahmen. Mit ihm verschwindet nicht nur eine der letzten großen Ikonen der italienischen Mode, sondern wohl auch eine Persönlichkeit, die die Modewelt nach ihrem eigenen Bild geprägt hat.
Der Artikel ist im Original bei GQ Italia erschienen.


